Stellungnahme zum Parteiaustritt von Sieghardt Rydzewski und weiteren ehemaligen Mitgliedern des Kreisverbandes Greiz-Altenburg:

Die öffentliche Austrittserklärung einiger Mitglieder des Kreisverbandes Greiz-Altenburg stellt den vorläufigen Endpunkt einer langwierigen Auseinandersetzung dar. Bedauerlich sind in diesem Zusammenhang die in der Austrittserklärung behaupteten Vorwürfe. Diese können -gerade weil sie ausschließlich die subjektive Sicht der beteiligten ehemaligen Mitglieder darstellen – nicht unwidersprochen bleiben:

Geradezu absurd ist der Vorwurf, dass eine innerparteiliche Demokratie im Landesverband Thüringen fast nicht vorhanden sei und dieser von einer diktatorischen Führung geprägt sei. Es war ein demokratisches Votum der Mitglieder unseres Landesverbandes auf dem Landesparteitag am 01. Februar 2014, mit welchem die Anträge von Sieghardt Rydzewski abgelehnt wurden, statt der geplanten Mitgliederversammlung zur Aufstellung der Landesliste über eine Abwahl des Vorstandsmitglieds Matthias Wohlfahrt abzustimmen.

Herr Rydzewski war es, der dieses demokratischen Votum nicht akzeptieren konnte, die Veranstaltung vorzeitig verließ und den MDR in einem Interview wissen ließ:  „Wir werden am Wahlkampf nicht teilnehmen, wir werden keine Kandidaten aufstellen. Die Partei ist heute endgültig zerrissen …“

Wer auf ein demokratisches Votum der Mitglieder mit einem derartigen Boykott der Parteiarbeit reagiert, zeigt ein im Kern undemokratisches Verhalten und beweist den Mangel an Fähigkeit, Meinungsverschiedenheiten in geordneten Abläufen auszutragen und eine von seiner Meinung abweichende Willensbildung zu akzeptieren. Es stimmt, dass gegen Sieghardt Rydzewski gerade auch aufgrund dieses Verhaltens ein nach rechtsstaatlichen Regeln verfasstes und ergebnisoffenes Parteiordnungsverfahren anhängig ist. Wenn in diesem Zusammenhang von einer „Parteisäuberung“ gesprochen wird, ist auch dies Teil der Kampagne, mit der Sieghardt Rydzewski und die weiteren Zeichner der Austrittserklärung seit längerem Teile des Vorstandes, insbesondere Herrn Matthias Wohlfahrt zu diskreditieren versuchen.

Hierzu passt auch der in der Austrittserklärung erhobene Vorwurf, die „Führungsriege der Thüringer AfD“ agiere in völliger Konzeptionslosigkeit und dass es bis heute kein Landeswahlprogramm gebe, weil die bisherigen Ansätze bzw. Versuche dazu mehr als mangelhaft wären. Es ist schon erstaunlich, dass dieser Vorwurf von Sieghardt Rydzewski unterzeichnet wurde, obwohl jener es war, der öffentlich erklärte, dass er am Wahlkampf nicht teilnehmen werde.

Im Gegensatz hierzu haben viele Mitglieder mit der organisatorischen Unterstützung des Landesvorstands in den vergangenen Monaten ein politisches Programm für die Landtagswahl entworfen, welches demnächst auf einem Landesparteitag verabschiedet werden soll. Auch die Unterstützung der Bundespartei im Europawahlkampf ist in den vergangenen Wochen vom Landesverband sichergestellt worden.

Das Sieghardt Rydzewski und weitere Zeichner der Austrittserklärung dies nicht zur Kenntnis genommen haben, verwundert nicht. Sie haben sich offensichtlich im Wesentlichen an ihren eigenen Boykottaufruf gehalten und so am landespolitischen Programm nicht bzw. kaum mitgewirkt.

Der Austritt der ehemaligen Mitglieder um Sieghardt Rydzewski muss daher als Chance begriffen werden, dass konstruktive Parteiarbeit frei von persönlichen Anfeindungen die Oberhand gewinnt. Seitens des Landesvorstands werden wir dies nach Kräften fördern und auch auf diejenigen Mitglieder zugehen, welche der Arbeit des Landesvorstands in Teilen kritisch gegenüberstehen.

Der Wahlkampf hat begonnen. Viele von uns sind bereits auf der Straße unterwegs. Wir spüren die Unterstützung der Bürger unseres Landes und deren Wunsch nach Veränderung in der Politik. Lassen Sie uns daher gemeinsam dafür sorgen, dass neben Herrn Rydzewski & seinen Mitunterzeichnern auch der Rest unseres Landes erkennt:

 

WIR SIND DIE ALTERNATIVE FÜR THÜRINGEN UND DEUTSCHLAND!

 

Die Mitglieder des Landesvorstands