Mittwoch abend folgten die Erfurter zum zweiten Mal dem Aufruf der AfD zur Demo „Wirklich Verfolgte schützen, Asylmißbrauch und ungesteuerte Einwanderung beenden“. Es waren etwa doppelt soviele besorgte Bürger gekommen, wie bei der Demo vor einer Woche.

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Ein paar wohlstandsverwahrloste Gegendemonstranten hatten mit einer Blockade den Zugang zur Staatskanzlei versperrt. Deshalb fand die Demo auf dem Anger statt. Das hatte den Vorteil, daß alle Teilnehmer auf den Platz paßten. Vor der Staatskanzlei wäre es dieses Mal sehr eng geworden.

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Corinna Herold kritisierte eingangs die Medien und die Herrschenden wegen ihrem unerträglichen Neusprech. Alle Wahrheiten werden mit verfälschenden Worthülsen vernebelt. Statt junge Herren, die an der ungarischen Grenze mit Steinen auf Polizisten werfen würden vom Fernsehen Familien mit kleinen Kindern gezeigt. Das englische Fernsehen würde im Unterschied zum deutschen die Wahrheit berichten. Sie erinnerte an das Buch „1984“ von George Orwell, in dem eine krude Meinungsdiktatur beschrieben wurde. Wir brauchen wieder die klare Benennung von Mißständen in der Gesellschaft.

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Björn Höcke kritisierte in seiner Rede die Landesvorsitzende der Linken, Frau Hennig-Welsow. Diese hatte die Demonstranten als Nazirotz beleidigt. Es ist freilich etwas unangemessen, wenn ein so harter und pauschaler Vorwurf von der Partei der Linken mit einer äußerst finsteren und erfolglosen Vergangenheit erhoben wird. Tiefe Demut der Linken angesichts dieser Tatsachen wäre am Platze.

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Höcke forderte ein sofortiges Ende des Asylchaos. Er verwies auf ein haarsträubendes Beispiel, wo eine Schule binnen Stunden für Asylbewerber geräumt werden mußte. Er betonte, daß uns die Zureisenden nur achten würden, wenn wir selbst uns und unser Land lieben. Sicher ein gezielter Seitenhieb auf die Gegendemonstranten aus Göttingen, die immer rufen: „Nie wieder Deutschland!“

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Stephan Brandner schloß die Versammlung, nachdem er die Antifa geärgert hatte: Die hätten vor der Demo gerade erst ausgeschlafen, würden in zwei Straßenbahnen passen und könnten gleich weiterkiffen.

Wir kommen wieder!

Autor: Wolfgang Prabel