In der Debatte über den Antrag der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Deutsch als Sprache in die Landesverfassung aufzunehmen, haben sowohl die Regierungsfraktionen als auch die CDU ein trauriges Bild abgegeben. Anstatt sachlicher Argumente zu der schon länger öffentlich geführten Debatte um die Verankerung der deutschen Sprache in Verfassungstexten lieferten die Vertreter von Linken, Grünen und SPD nur Klamauk und Beschimpfungen. Umfragen zeigen indes immer wieder, dass die Forderung, Deutsch etwa im Grundgesetz zu verankern, eine breite Unterstützung in der Bevölkerung hat. Stephan Brandner, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, äußerte dazu: „Der Umgang der Koalitionsfraktionen wie auch der CDU mit unserem Antrag zeigt einmal mehr, dass den Vertretern der Altparteien die Wünsche der Bevölkerung völlig gleichgültig sind. Gerade in Zeiten, in denen die deutsche Sprache immer mehr Geringachtung auf Schulhöfen, in der Werbewirtschaft oder an den Universitäten erfährt, ist die Aufnahme der Landessprache in die Verfassung als Ausdruck der Wertschätzung dringend gefordert“.

Auch der CDU-Abgeordnete Scherer versuchte, den Antrag der AfD lächerlich zu machen, übersah dabei allerdings, dass es einen Beschluss der Bundes-CDU gibt, wonach die Aufnahme von Deutsch ins Grundgesetz gefordert wird. „Offenbar“, so Brandner, „kennen die Thüringer Unionsabgeordneten die Beschlusslage ihrer eigenen Partei nicht“.