In der Diskussion um ein Register für Überwachungskameras in Thüringen spricht sich der justizpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Stephan Brandner, für eine sorgsame Abwägung von Sicherheitsinteressen einerseits – vor allem angesichts der drastisch gestiegenen Einbruchszahlen in Thüringen um 62 Prozent zwischen 2011 und 2015 – und dem wichtigen Datenschutz andererseits aus. Auch weil sein Wahlkreisbüro in Gera bereits mehrmals angegriffen wurde, betonte Brandner: „Als selbst Betroffener verstehe ich nur zu gut, wenn sich Bürger mit Hilfe von Videokameras schützen möchten. Allerdings dürfen deshalb nicht die Persönlichkeitsrechte von Unbeteiligten verletzt werden.“

Als „bizarr“ wertet Brandner dagegen den Versuch der Abgeordneten der Linken, Katharina König, sich als „Hüterin der Persönlichkeitsrechte der Bürger“ darzustellen. „Sie beklagt laut Medienberichten, dass es ‚in Thüringen für den Datenschutz immer noch kein ausreichendes Verständnis‘ gebe. Demgegenüber wird Frau König häufig mit dem widerrechtlichen Abfilmen und dann Anprangern von Bürgern im Internet, z. B. im vergangenen Jahr bei einer Diskussionsveranstaltung in Suhl, in Verbindung gebracht.“ Dies passe nicht zusammen. Brandner weiter: „Frau König hat enge Kontakte zur sogenannten ,Antifa‘, also Personen und Vereinigungen aus dem linksextremen Spektrum, die die Persönlichkeitsrechte von Bürgern immer wieder grob verletzen. So sind beispielsweise erst kürzlich u. a. auf linken Internetportalen tausende persönliche Daten und Adressen der Teilnehmer des AfD-Bundesparteitags veröffentlicht worden.“ Auch die Linken-Abgeordnete König habe sich davon bisher nicht distanziert und sei deshalb als Datenschützerin nicht glaubhaft. Dass ausgerechnet sie Beiratsvorsitzende des Datenschutzbeauftragten sei, ist laut Brandner „ein nicht länger hinzunehmender Mißstand“.