Die Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten werden sich massiv erhöhen. Der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer allein zahlen, soll bis 2020 von 1,1 auf 2,4 Prozent klettern, heißt es in einer Studie der Universität Duisburg.

Der Grund für den Anstieg sind zum einen die verfehlte Politik von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und drohende Änderungen bei der Finanzierung der Gesundheitsleistungen für Asylbewerber. Bislang tragen die Kommunen die Kosten der Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge. Ab Januar 2017 wird jedoch ein Großteil der Asylbewerber regulär krankenversichert, wodurch die Beitragszahler für die Ausgaben aufkommen müssen. Ab Mitte 2017 steht vielen Asylbewerbern der gesamte Leistungskatalog der Krankenkassen offen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müssen die Beitragszahler die Hauptlast der Gesundheitskosten für all die Menschen tragen, die seit August letzten Jahres nach Deutschland kamen.

Dazu sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Corinna Herold:

„Allmählich nimmt die öffentliche Debatte die Konsequenzen wahr, auf die die AfD bereits vor über einem Jahr hingewiesen hat: Mit der Asylpolitik gehen Lasten in Milliardenhöhe einher. Unter den Altparteien tun sich vor allem die Grünen mit immer weiteren Forderungen hervor, für die dann die Allgemeinheit aufkommen muss. Statt aber die Sozialsysteme ausnahmslos für alle zu öffnen, kann nur eine Neuregelung des Leistungskatalogs für Asylbewerber und Migranten eine Kostenexplosion verhindern.“