„Inzwischen ist die Lage so ernst, dass nicht einmal die Bundesregierung sie noch kaschieren kann: In Deutschland werden die Renten künftiger Ruheständler gegenüber heute dramatisch sinken. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums fällt das Rentenniveau nach dem Jahr 2030 steil ab. Das Verhältnis der Rente nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittslohn wird bis 2045 von derzeit knapp 48 auf 41,6 Prozent sinken. Gleichzeitig müssen die Jüngeren immer höhere Beiträge zahlen. Laut den Angaben des Ministeriums wird der Beitrag für die Rentenversicherung im Jahr 2031 die Marke von 22 Prozent überschreiten. Zurzeit liegt er bei 18,7 Prozent.

Das ist die Folge der desaströsen demografischen Entwicklung dank einer zutiefst familienfeindlichen Sozial- und Gesellschaftspolitik. Und weil die Bundesregierung keinen anderen Ausweg weiß, sollen die Rentner ihre Rente künftig selbst aufbessern und Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen. Schon heute sind 1,1 Millionen Rentner auf Minijobs angewiesen. Sie arbeiten als Bürohelfer, Reinigungskräfte oder Hausmeister und kommen so einigermaßen über die Runden. Zukünftige Rentner-Generationen aber werden deutlich mehr hinzuverdienen müssen.

Die deutsche Sozialpolitik braucht keine Korrekturen und kleine Reförmchen, sondern muss auf ein ganz neues Fundament gestellt werden, damit die Deutschen in Würde altern können. Ein zentraler Baustein dieses Fundaments ist die Einführung eines solidarischen Bürgergeldes als Grundsicherung für ein menschenwürdiges Leben.“