Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhousecoopers könnten in Thüringen 1.600 Polizisten eingespart werden. Vor allem in Ostthüringen sei die Personalausstattung „üppig“.

Dazu sagt Jörg Henke, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die Ersteller der Studie haben überhaupt keine Ahnung von der Situation in Thüringen. Es reicht nicht, nur abstrakte Statistiken zu lesen und Faktoren wie nationale Außengrenzen oder Ballungszentren einzubeziehen. Die hohe Arbeitsbelastung von Polizeibeamten in Thüringen fällt so völlig aus dem Blick. Die Zustände, die unter anderem durch offene Briefe von Polizisten in den vergangen Wochen öffentlich wurden, sind jedoch schockierend. Wir brauchen definitiv mehr Polizisten im Freistaat und nicht weniger.

Diese lebensferne Studie der Wirtschaftsprüfer steht in einer Linie mit den Plänen von Staatsminister Hoff (Linke) und Finanzminister Taubert (SPD). Das Personalkonzept mit einem Abbau von 800 Polizeistellen, welches bereits von der schwarz-roten Vorgängerregierung beschlossen wurde, ist weiterhin gültig. Mal wieder stehen angeblich Linke in einer Reihe mit neoliberalen Kostenminimierern. Die AfD fordert dagegen die Neueinstellung von mindestens 200 Polizeianwärtern pro Ausbildungsjahrgang, um allein die Altersabgänge auszugleichen und den Thüringern wieder ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen.“