Die Anzahl der digitalen Angriffe auf die Thüringer Landesverwaltung hat dramatisch zugenommen. Das geht aus einer kleinen Anfrage des AfD-Abgeordneten Henke an die Landesregierung hervor. Im Jahre 2014 wurden 85.447 Fälle von Cyberattacken auf die Thüringer Verwaltung festgestellt; 2015 schon 326.492.

Dazu sagt Jörg Henke, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Der Anstieg der Cyberangriffe auf die Thüringer Landesverwaltung ist besorgniserregend. Das Land muss sich besser vor solchen Attacken durch Kriminelle wappnen. Auch Terroristen könnten das Internet als Tatmittel verwenden, um unsere Verwaltung und Wirtschaft zu sabotieren. Die Landesregierung muss deshalb schnellstmöglich alle unbesetzten Dienstposten im Bereich Cybercrime des Landeskriminalamtes besetzen. Angesichts der wachsenden Bedrohung ist es eine Schande, dass diese notwendigen Maßnahmen auch im mittlerweile dritten Jahr der Existenz des Dezernats Cybercrime noch nicht umgesetzt worden sind.

Der insgesamt im Freistaat Thüringen durch Cyberkriminalität entstandene Schaden betrug im Jahr 2015 im 1.069.394 Euro. Betroffen sind vor allem Thüringer Unternehmen. Außerdem muss davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer des Schadens noch sehr viel höher ist, da nicht für alle Unternehmen eine Meldepflicht besteht. Die Landesregierung muss die Thüringer Unternehmen besser schützen. Wir fordern deshalb, dass der gesamte Schaden, welcher durch Cyberkriminalität entsteht, über alle Delikte hinweg erhoben wird, um die tatsächliche Schadenshöhe besser einschätzen zu können.“