Der Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Thüringen hat in einem Informationsbrief vom 23. Januar 2017 Polizisten öffentlich dazu aufgerufen, etwaige Kontakte zur AfD „jetzt intensiv zu überdenken“. Stefan Möller, Sprecher des Landesverbandes Thüringen der AfD nimmt hierzu wie folgt Stellung:

„Dass die Vorstandsriege der GdP nun Druck auf Polizisten ausübt, sich entgegen ihren Überzeugungen von einer im Parlament vertretenen Partei wie der AfD zu distanzieren, ist lediglich der vorläufige traurige Höhepunkt von Neutralitätspflichtverletzungen durch Gewerkschaftsvertreter. Unter ihrem Vorsitzenden Kai Christ ist die GdP Thüringen von einer neutralen Gewerkschaft zum politischen Steuerungsinstrument des rot-rot-grünen Lagers transformiert worden.

Es ist mühsam zu spekulieren, ob mit dieser politischen Unterwürfigkeit angesichts des nach wie vor im Raum stehenden Vorwurfs eines von der GdP an der Polizeischule Meiningen organisierten Alkoholexzesses das Wohlwollen des Regierungslagers erkauft werden sollte oder ob politische Vorlieben der Funktionäre um den GdP-Landesvorsitzenden Kai Christ ausschlaggebend waren. Fest steht, dass diese Haltung eine effektive Interessenvertretung der Polizisten unseres Freistaats durch die GdP derzeit unmöglich macht. Denn es sind nicht AfD-Mitglieder, die Gewalt gegen Polizisten ausüben oder mit ‚ACAB‘-Schriftzügen im Hintergrund posieren.

Die Gewerkschaftsmitglieder haben mit ihren Beiträgen sicherlich etwas anderes im Sinne gehabt, als ein rot-rot-grünes Propagandainstrument zu finanzieren. Es bleibt vor dem Hintergrund zu hoffen, dass die Gewerkschaft der Polizei in Thüringen irgendwann zur politischen Neutralität zurückfindet und die Diffamierung einer parlamentarischen Kraft beendet, die über 20 % der Thüringer Wähler vertritt.“