Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag bringt einen Gesetzentwurf ins Plenum ein, der die Einführung eines Gedenktages am 19. Dezember in Thüringen vorsieht. Das Gedenken soll den internationalen Opfern des islamistischen Terrorismus gewidmet sein.

Dazu sagt Stephan Brandner, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die Idee für einen solchen Gedenktag kam von der Basis der AfD. Unsere Mitglieder haben die richtige Beobachtung gemacht, dass man hierzulande über gewisse Opfer lieber öffentlich schweigen möchte. Man will der Problematik islamistischer Gewalttaten aus dem Weg gehen. Besonders in den Folgetagen des Terroranschlages von Berlin, wo ein muslimischer Fanatiker zwölf Menschen tötete und über 50 zum Teil lebensgefährlich verletzte, hat sich diese Ignoranz von Politik und Medien offenbart.

Während die Menschen in Deutschland vielfach ihre Erschütterung über dieses barbarische Attentat und ihre Anteilnahme mit den Opfern zum Ausdruck brachten, versuchte man von regierungsoffizieller und parlamentarischer Seite her, möglichst rasch zur Tagesordnung überzugehen. Doch auch die Opfer des religiösen Extremismus haben ein angemessenes Gedenken verdient. Nicht nur verdienen die Opfer des islamistischen Terrors unsere öffentliche Anerkennung, vielmehr ist es auch notwendig, dass wir uns mit klarem Zeichen der islamistischen Gewalt entschieden entgegenstellen. Ein Gedenktag für die Opfer des islamistischen Terrorismus weltweit, deren Anzahl in die Millionen gehen dürfte, würde neben dem Zeugnis unserer Trauer zugleich Ausdruck dafür sein, dass wir uns vom Terror nicht einschüchtern lassen, dass wir unsere Werte und unsere Lebensweise nicht zerstören lassen.

Der Landesvorstand hat deshalb die Idee des Gedenktages aus der Basis der Partei aufgegriffen und an die Fraktion herangetragen, auf das diese eine entsprechende Gesetzinitiative starte. Das wollen wir nun umsetzen.“