In Thüringen fehlen für einen inklusiven Unterricht nach Ansicht des Lehrerverbandes etwa 600 Sonderpädagogen. Auch die finanziellen und baulichen Bedingungen müssten zuerst geklärt und umgesetzt werden. Die Verbände fordern – neben dem inklusiven Unterricht – eine Fortführung der Förderschulen. Das Land will diese langfristig abbauen.

Dazu sagt Wiebke Muhsal, bildungspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Der Thüringer Lehrerverband bringt die gleichen Kritikpunkte an dem geplanten rot-rot-grünen Schulgesetz an wie wir. Das Schulgesetz ist ein rücksichtsloser Schnellschuss mit Blick auf Quotenerfüllung statt auf die Schaffung guter Lernbedingungen. Damit ein inklusiver Schulunterricht funktionieren kann, müssten zuallererst barrierefreie Räumlichkeiten, ansprechende Unterrichtsmaterialien und vor allem das entsprechende Fachpersonal bereitgestellt werden. Das gibt es in den Schulen aber nicht. Drückt Rot-Rot-Grün ihr Ideologieprojekt durch, ohne die Warnungen der betroffenen Lehrer- und Elternvertretungen zu berücksichtigen, droht unseren Kindern die Bildungskatastrophe.“