In Thüringen beantragten 182 Milchbauern Beihilfen aus einem aktuellen EU-Beihilfeprogramm. Das Programm der EU belohnt Milchbauern, die nicht mehr Milch produzieren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und soll so der Stabilisierung des Milchpreises dienen. Das Landwirtschaftsministerium gab bekannt, dass Subventionen in Höhe von 4,8 Millionen Euro beantragt wurden. Das EU-Programm ist eine Reaktion auf die Milchkrise im Sommer 2016, als die Milchpreise auf kaum mehr als 20 Cent pro Liter fielen.

Dazu sagt Thomas Rudy, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die Thüringer Milchbauern erlitten in der Milchkrise enorme Verluste. Sie brauchen mindestens drei oder vier gute Jahre, um die Verluste wieder aufholen zu können. Die Milchkrise lag auch an den Russland-Sanktionen der Bundesregierung. Hier wurde auf Kosten der heimischen Betriebe die Konfrontation mit Russland gesucht. Die Sanktionen müssen beendet werden. Auch das Marktrisiko muss stärker auf alle Schultern der Wertschöpfungskette verteilt werden. Die Milchbauern dürfen nicht länger der Puffer für Marktschwankungen sein. Kein Milchbauer arbeitet nur des Einkommens wegen, sondern natürlich auch aus Liebe zum Tier. Gerade deshalb müssen die Landwirte in die Lage versetzt werden, für ihre harte Arbeit ein ordentliches Einkommen erwirtschaften können. Unsere Milchbauern sind nicht nur Erzeuger, sondern auch Träger von Kultur und Tradition. Sie prägen das Bild von Deutschland in wunderbarer Weise mit. Ihnen und ihren Problemen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.“