Tausende Lehrer scheiden in den nächsten Jahren aus Altersgründen aus dem Thüringer Schuldienst aus. Bereits jetzt herrscht an den Schulen ein eklatanter Lehrermangel vor, der sich vor allem in einem Unterrichtsausfall auf Rekordniveau zeigt. Die AfD-Fraktion hat daher einen Antrag in das Plenum des Thüringer Landtags eingebracht, um den Lehrerberuf attraktiver zu gestalten und so zukünftig die Stellenbesetzung sicherstellen zu können.

Dazu sagt Wiebke Muhsal, bildungspolitische Fraktionssprecherin:

„Die Landesregierung hat sich das Ziel gesteckt, im nächsten Jahr 900 Lehrerstellen zu besetzen. Die Einstellung von Personal im Bildungsbereich fällt der Landesregierung jedoch schon heute zunehmend schwer. Freie Stellen im Schuldienst können in circa einem Drittel der Fälle nur nach erfolgten Stellenwandlungen besetzt werden, was aber zu keiner Verbesserung der Unterrichtserfüllung führt. Daher ist ein umfassendes Konzept notwendig, um Referendare und Lehrer für eine Tätigkeit im Freistaat Thüringen begeistern zu können.“

Die AfD-Fraktion schlägt in ihrem Antrag vor, das Einstellungsverfahren zu straffen und auf eine persönliche Ansprache zu achten. Außerdem muss eine Anstellung zum nächstmöglichen Termin sichergestellt werden, um den Bewerbern eine etwaige Arbeitslosigkeit zu ersparen. Die Vergütung von Lehrern sollte zudem an das Niveau der Nachbarbundesländer angepasst werden. Eine Landprämie soll auch in Zukunft die Besetzung der Stellen in den kleinen Schulen im ländlichen Bereich sicherstellen. Daneben sollen Lehrer durch Verwaltungsassistenten von bürokratischen Hürden entlastet werden.