Zum Ergebnis der Einzelfallprüfung des CDU-Abgeordneten Herbert Wirkner sagt der justizpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Stephan Brandner:

„Es ist gut und richtig, dass die Frage der Parlamentsunwürdigkeit des Herrn Wirkner offenbar klar verneint wurde. Er ist nicht in einen Topf zu werfen, mit Leuten wie Ina Leukefeld und Frank Kuschel – die haben aus niedrigen Beweggründen und aus eigenem, verwerflichen Antrieb andere bespitzelt und ans Messer geliefert um für sich Vorteile rauszuschlagen. Das waren Täter.

Herr Wirkner hingegen hat einen geradezu klassischen DDR-Lebenslauf. Er war Opfer des sozialistischen Verbrecherregimes, er war kein Täter! Das Leben in einem totalitären Unrechtsregime, wie es die DDR war, ist sehr schwierig und bringt mannigfaltige Konflikte mit sich. Es ist einfach, sich nach dem Untergang eines solchen Regimes und jahrzehntelangem zeitlichen Abstand heute hinzustellen und zu behaupten: ‚Das hätte ich anders gemacht‘. Das Ergebnis der Einzelfallprüfung ist daher zu begrüßen.

Im Übrigen legte die Stasi auch eine Akte von mir an: Ich engagierte mich in der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und war in den 80er Jahren häufig in der DDR, um Freunde zu besuchen – das reichte schon aus, um in das Visier der Stasi zu geraten. Ich kenne die damaligen Verhältnisse daher gut.“