Die Teilnehmerzahlen Thügidas gehen im Vergleich zu den Jahren 2015 und 2016 im Jahr 2017 stark zurück. So nahmen beispielweise bei den Demos in Sondershausen und Nordhausen nur zwei beziehungsweise vier Personen teil. Dies teilte die Landesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Henke mit. Die Aktivitäten Thügidas konzentrieren sich auf Ost- und Südthüringen.

Dazu sagt Jörg Henke, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die rechtsextremistische Thügida ist auf dem absteigenden Ast. Diese gute Nachricht sollte alle Demokraten in Thüringen erfreuen. Bei Thügida-Demos wie in Sondershausen marschieren teilweise nur noch zwei Personen mit. Kein Vergleich mit den 2.243 Teilnehmern im Oktober 2015 in Altenburg.

Vor allem in den Jahren 2015 und 2016 haben die Thügida-Demos jedoch insbesondere in Ost- und Südthüringen zu einer hohen Einsatzbelastung für unsere Landespolizei geführt. Zahlreiche politisch motivierte Straftaten – insgesamt 195 seit 2015 – wurden im Zusammenhang mit den Thügida-Demos begangen. Hierbei wurden sowohl Straftaten der rechtsextremen Thügida-Demonstranten wie der ihrer oftmals linksextremistischen Gegner erfasst. Dabei fällt auf, dass mehr als die Hälfte der politisch motivierten Straftaten links motiviert sind. Gewalt von links wie von rechts lehnen wir als AfD entschieden ab und fordern das gleiche Bekenntnis zur Gewaltfreiheit von allen Akteuren der Landespolitik.“