Die Ministerin für Arbeit, Sozialen, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, stellte heute das IAB-Betriebspanel Thüringen vor. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Befragung von Unternehmen als Ergänzung zur amtlichen Statistik.

Dazu sagt Corinna Herold, arbeitspolitische AfD-Fraktionssprecherin:

„Das IAB-Betriebspanel bringt keinerlei Neuigkeiten, sondern bekräftigt die Positionen, die wir schon seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholen. So präsentiert sich Thüringen erneut als Billiglohnland mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst, der mit 2510 Euro nicht nur 130 Euro unter dem ostdeutschen Durchschnitt liegt, sondern vor allem den alten Bundesländern deutlich hinterher hinkt. Wir brauchen in Thüringen keinen Mindestlohn, sondern endlich einen Wohlstandslohn, der Arbeitnehmern nicht nur ein auskömmliches, sondern ein attraktives Leben ermöglicht.

Das IAB-Betriebspanel weist weiter darauf hin, dass in Thüringen nur zwei Prozent aller Beschäftigten Ausländer sind. Ein Viertel von ihnen führt eine unqualifizierte Tätigkeit aus. Die Thüringer Unternehmer haben das Märchen von der ausländischen Fachkraft, die die Engpässe in der Stellenbesetzung behebt, nie geglaubt. Die Unternehmen werden ihre Fachkräfteengpässe aus eigener Kraft beheben müssen. Deshalb gilt es, die duale Ausbildung zu stärken, statt alle Hoffnungen auf eine ungesteuerte Zuwanderung zu verwenden.“