Zu der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hinsichtlich der Russland-Äußerungen von Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer, sagt Stephan Brandner, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion und Spitzenkandidat der AfD in Thüringen zur Bundestagswahl:

„Herr Kramer unterstellte dem Kreml, an einer Destabilisierung Deutschlands zu arbeiten – und liefert keinerlei Belege dafür. Die Landesregierung gibt in ihrer Antwort auch keinerlei Belege dafür an, dass die Moskauer Regierung hinter Kontakten zwischen Thüringer und russischen Neonazis steht, von diesen Kontakten und Netzwerken Kenntnis hat oder diese gar fördert. Klar ist, dass auch Russland auf die öffentliche Meinung in Deutschland Einfluss nimmt, das machen andere aber auch. Aber daraus eine gezielte Destabilisierungsstrategie abzuleiten, erinnert mich stark an eine Verschwörungstheorie. Die größte Beeinträchtigung für die Durchführung freier und fairer Wahlen in Thüringen und Deutschland geht nicht von russischen Hackern, sondern von Antifa-Aktivisten aus.

Herr Kramer hat sich offenbar für seine diffamierenden Äußerungen gegenüber Russland bislang auch nicht etwa erklärt oder entschuldigt, jedenfalls verweigerte die Landesregierung die Antwort auf eine entsprechende Frage von uns. Das ist sicherlich nicht im Sinne der Völkerverständigung und Völkerfreundschaft und beweist wieder einmal, dass Herr Kramer und diese Landesregierung sich politisch wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen. Die AfD tritt für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Thüringen und Russland, namentlich Tatarstan, ein. Äußerungen wie die Kramers sind in dieser Hinsicht völlig kontraproduktiv und fehlgeleitet.“