Gefährliche Orte sind solche, an denen das Kriminalitätsaufkommen überdurchschnittlich hoch ist. Hier hat die Polizei besondere Eingriffsbefugnisse zur Identitätsfeststellung und Durchsuchung von Personen und Sachen. In Erfurt werden als solche die Magdeburger Allee, der Willy-Brandt-Platz und auch – seit Kurzem – der Anger klassifiziert. Auf dem Willy-Brandt-Platz und dem Anger stellen die Straftäter aus den wichtigsten Asylzugangsländern, wie Syrien, Afghanistan und Irak, die Mehrheit unter den ausländischen Kriminellen dar. So stellen sie zum Beispiel auf dem Anger seit 2014 jedes Jahr gut 60 Prozent aller ausländischen Kriminellen. Das ergab die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Stephan Brandner und Stefan Möller.

Dazu sagt Stephan Brandner, justizpolitischer AfD-Fraktionssprecher und Spitzenkandidat der AfD Thüringen für die Bundestagswahl:

„Die Bürger in der Landeshauptstadt können sich spätestens seit Beginn der Asylkrise nicht mehr sicher fühlen und sind es auch nicht. Ein entspannter Spaziergang auf dem Anger ist nicht mehr drin. Die Asylkrise kommt im Alltag an – durch Laden- und Taschendiebstahl, Betrug mit Geldkarten und Körperverletzung, meist und massenhaft begangen durch Migranten. Jeder, der die Statistik durchsieht, weiß, dass es keine Einzelfälle sind. Wir sprechen jedes Jahr von über hundert Straftaten, die durch Kriminelle aus den wichtigsten Asylländern begangen werden – alleine auf dem Anger. Auch 2017 werden es wohl wieder weit über ein hundert sein. Gleichzeitig sind in der Landespolizeiinspektion Erfurt 82 Dienstposten unbesetzt. Klar ist, so kann die Polizei nicht vernünftig arbeiten, so werden Straftäter nicht abgeschreckt. Dabei besteht der Sinn der Einstufung als ‚Gefährlicher Ort‘ gerade in der Abschreckung durch vermehrte Kontrolltätigkeit. Die AfD setzt sich schon seit langem für Grenzschließung und eine massive Aufstockung bei der Polizei ein. Wie dringend nötig beides ist, zeigt sich an den erschreckenden Zahlen der Ausländerkriminalität an den Gefährlichen Orten in Erfurt. Ein aktuelles Beispiel sind die ‚Jagdszenen‘ auf dem Anger Mitte Juli, von den Medien berichteten. Meine kleine Anfrage ergab, dass die bisher bekannten Täter die afghanische Staatsbürgerschaft haben.“