Zur Vorstellung des Thüringer Verfassungsschutzberichts 2016 sagt Jörg Henke, innenpolitischer AfD-Fraktionssprecher:

„Es ist falsch von Innenminister Georg Maier, den Rechtsextremismus als ‚Hauptgefahr‘ für den Freistaat zu bezeichnen. Sein Augenmerk sollte vorrangig auf dem Bereich Islamismus liegen und erst dann beim Rechtsextremismus. Schließlich hatten die Anschläge in Würzburg, Ansbach und auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 einen islamistischen Hintergrund. In Thüringen erhöht sich zudem die Anzahl der Salafisten rapide. Gab es 2015 nur 100 Personen aus diesem Spektrum, waren es 2016 bereits 170. Dagegen bleibt das Personenpotential des neonazistischen Spektrums mit 350 Personen stabil, wie der Verfassungsschutz selbst in seinem Bericht schreibt. Ich betone aber, auch den Rechtsextremismus müssen Innenministerium und Verfassungsschutz konsequent beobachten.

Es ist ein Skandal, dass die extremistische ‚Kommunistische Plattform‘ innerhalb der Linkspartei nicht mehr im Bericht auftaucht. Der Verfassungsschutzbericht darf nicht parteipolitisch missbraucht werden. Es kann nicht sein, dass die ‚Kommunistische Plattform‘ nicht mehr erwähnt wird, nur um der Linkspartei einen Gefallen zu tun.“