Am Samstag, dem 13. Januar hielt der Kreisverband Mittelthüringen erstmalig einen Neujahrsempfang ab, zu dem wir als Gast Guido Reil, den bekannten Bergmann aus Essen und Mitglied des Bundesvorstands, begrüßen konnten.

Im Rahmen der Veranstaltung, zu der rund 70 Gäste erschienen sind, hielt Kreisvorsitzende Corinna Herold Rückschau auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr, in dem der Kreisverband Mittelthüringen zum mitgliederstärksten in Thüringen heranwuchs. Eine regelmäßige Vorstandsarbeit konnte bewirken, dass wir eine hohe Dichte an Bürgerstammtischen durchführen konnten und zahlreiche neue Mitglieder in unseren Reihen begrüßen durften.

Im Anschluss an dieses Resümee sprach Stefan Möller, der als Kandidat zu der anstehenden Wahl zum Oberbürgermeister antreten will, was allgemein begrüßt wurde. Stefan Möller legte dar, wo er die Schwerpunkte in dieser Stadt sieht, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Dazu sei vor allem nötig, die Stadt wieder sicher zu machen. Null Toleranz gegenüber Drogendealern, Gewalttätern, Frauenbelästigern, Graffitti-Schmierern. Kritisch widmete sich Möller auch dem kürzlich genehmigten Moschee-Bauvorhaben der islamistischen Ahmadiyya-Sekte, dem die heutige Stadtregierung unverständlich wohlwollend gegenübersteht, obwohl deren Dogmen mit der freiheitlichen und demokratischen Grundordnung, insbesondere mit der Gleichberechtigung der Frau, kaum vereinbar sind. Möller, darüber waren sich die Anwesenden mehrheitlich einig, würde einen hervorragenden Oberbürgermeister abgeben.

Viele Gäste waren jedoch in erster Linie wegen Guido Reil gekommen, und sie wurden nicht enttäuscht. »Der Steiger« sprach über die Sozialpolitik und seine diesbezüglichen Enttäuschungen, die ihm als früheres SPD-Mitglied widerfahren sind. Wir, die AfD, sind heute die Partei der Arbeiter und »Malocher«, der »kleinen Leute«, wir sind die mittlerweile einzige Volkspartei, während die Vertreter der Altparteien sich in Sphären befinden, die mit der Lebenswirklichkeit der meisten und vor allem arbeitenden Menschen nichts mehr zu tun haben. Reil sprach frei und in der authentischen und ehrlichen Weise des Ruhrgebiets, wie sie von den Leuten dort verstanden wird, und die ihm auch in Thüringen Sympathien seiner Zuhörer einbrachte. Björn Höcke, mit dem er sich Tags zuvor austauschen konnte, und er selbst meinten das gleiche, wenn sie es auch anders ausdrückten, betonte Reil. Scharf wandte er sich auch gegen alle Versuche, die Partei zu spalten, jede Richtung müsse in ihr Platz haben, nur so sich wir eine Volkspartei, nur bei uns sitzt im Bundestag der Professor neben dem Handwerker (nur gescheiterte Kunststudenten, die haben und brauchen wir nicht). Insgesamt konnte Reil durch seine offene, leidenschaftliche und unverstellte Art auch bei unserem Neujahrsempfang viel Sympathie und Anerkennung gewinnen, und manch einer empfand zu Recht Stolz, solche Menschen in unserer Partei zu haben.

Nach einer Fragerunde bestand bei Essen vom Büffet Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch auszutauschen, und so endete eine für alle angenehme und anregende Veranstaltung.