Die im Bundesvergleich hohen Strompreise in Thüringen belasten viele Unternehmen, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes Keramische Industrie, Sybille Kaiser, die Geschäftsführerin einer Porzellanfabrik in Hermsdorf ist. Zudem sei die Versorgungssicherheit mit Energie für zu viele Unternehmen im Land nicht mehr gegeben. Die Politik sei zu sehr auf die Umweltverträglichkeit der Stromerzeugung fokussiert, sagte Kaiser. Besonders die Ziele der Thüringer Energiepolitik seien überzogen.

Dazu sagt Olaf Kießling, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Die Energiewendepolitik der Altparteien ist mit klarem Sachverstand nicht mehr nachzuvollziehen. Zum Gelingen ihrer Pläne bräuchte es z.B. Speicherkapazitäten in Pumpspeicherkraftwerken, die geologisch nicht einmal in der Theorie möglich sind – in ganz Europa, wohlgemerkt. Trotzdem gehen die Altparteien vollkommen lernresistent den eingeschlagenen Weg weiter bis zur völligen Stromenergie-Krise. Damit bedrohen sie die Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft und so tausende Arbeitsplätze. Das Misstrauen in der Unternehmerschaft ist schon so weit fortgeschritten, dass sie ihre Produktion mit Notstromsystemen absichern. Und Rot-Rot-Grün unterstützt diesen wirtschaftsfeindlichen Kurs des Bundes auch noch.

Wir stehen für eine patriotische bürgerliche Wirtschaftspolitik, die unseren Unternehmen und Unternehmern keine Steine in den Weg legen. Dazu zählt unter anderem auch, dass wir uns dafür einsetzen, dass die Netznutzungsentgelte in Ostdeutschland endlich auf westdeutsches Niveau abgesenkt werden.“