Laut Medienberichten scheitert mehr als die Hälfte der Ärzte aus Nicht-EU-Ländern im ersten Anlauf an der Sprach- oder Medizinprüfung in Deutschland. In Thüringen gilt das für jeden vierten. In Thüringen arbeiten mehr als 1600 ausländische Ärzte. Wichtigstes Nicht-EU-Herkunftsland ist Syrien. Die Präsidentin der Landesärztekammer forderte kürzlich, dass Ärzte aus Nicht-EU-Ländern das Medizin-Staatsexamen absolvieren müssen, da sonst die Qualität ärztlicher Versorgung nicht gesichert werden könne.

Dazu sagt Corinna Herold, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Es ist völliger Irrsinn, dass man versucht, den Ärztemangel in unserem Land durch den Import relativ unzureichend ausgebildeter ausländischer Ärzte zu kompensieren, während unsere eigenen Abiturienten keine Studienplätze im Inland bekommen und deshalb teilweise im Ausland Medizin studieren müssen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Landeskinderquote für Thüringer Medizinstudenten gefordert. Nur Restplätze sollten an Nichtthüringer für ein Studium in Jena vergeben werden.

Ministerpräsident Ramelow pries einst im Parlament die Qualität der syrischen Ärzte. Nun wurde er von der Präsidentin der Landesärztekammer eines Besseren belehrt. In Wahrheit ist nur eine Minderheit der syrischen Ärzte fähig genug, unseren Anspruch an die Qualität der medizinischen Versorgung zu erfüllen. Sie scheitern sowohl an den Sprachprüfungen als auch an den Prüfungen der Fachkunde ,und das, obwohl diese Prüfungen bei weitem nicht so anspruchsvoll sind wie die hiesigen Staatsexamina. Wir unterstützen deshalb die Forderung der Landesärztekammer, das Bestehen des Staatsexamens für ausländische Ärzte zur verbindlichen Voraussetzung zu machen, um hier als Arzt arbeiten zu dürfen.“