Bei der Durchsuchung eines Hauses in Steinach im Kreis Sonneberg hat die Polizei laut Medienberichten sprengfähige Substanzen gefunden. Ein 20-Jähriger wurde festgenommen und ein Haftbefehl gegen ihn beantragt. Für einen politischen Hintergrund der Tat sieht die Polizei derzeit keine Anzeichen. Laut den Ermittlungsbehörden gibt es keinen Zusammenhang mit dem Sprengstoff-Fund im Kreis Saalfeld-Rudolstadt im März.

Dazu sagt Jörg Henke, innenpolitischer AfD-Fraktionssprecher:

„Gegen die beiden Verdächtigen bei den Sprengstofffunden von Rudolstadt und Kirchhasel erließ die Staatsanwaltschaft Gera bisher keine Haftbefehle. Das ist im Vergleich mit dem aktuellen Fall in Steinach, bei dem ein Haftbefehl beantragt wurde, noch befremdlicher als zuvor. Schließlich gab es im Fall Rudolstadt Verbindungen ins linksradikale Milieu und eine Zeugin wurde sogar bedroht. Es verstärkt sich der Eindruck, dass die beiden Verdächtigen von der Staatsanwaltschaft geschont wurden, um die rot-rot-grüne Landesregierung nicht zu verstimmen. Falls bei den beiden Fällen in Rudolstadt und Steinach mit zweierlei Maß gemessen wurde, wäre das ein Skandal. Den beteiligten Polizeibeamten danke ich für den schnellen und erfolgreichen Einsatz in Steinach. Gott sei Dank kam niemand zu Schaden.“